Geschichte der Gemeinde
Entwicklung des Namens der Gemeinde :
In den lateinischen Texten - Caplicium
In den deutschen Texten - Kaplitz
Geschichte der Gemeinde :
Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1257. Kaplice erstreckt sich in einer malerischen Landschaft an der Maltsch am Fuß der Gratzener Berge. Kaplice entstand im Mittelalter als eine Marktortschaft auf einem wichtigen Handelsweg, der Oberösterreich mit Südböhmen verbunden hat. Der Weg diente vor allem zum Salztransport und für die Händler wurden darauf zwei wichtige Haltestellen eingerichtet, auf der österreichischen Seite in Freistadt und auf der tschechischen Seite in Kaplice. Der Weg wurde deshalb auch der Freistadter Weg oder der Kaplitzer Weg genannt.

Die günstige Lage auf dem Handelsweg beeinflusste die weitere Entwicklung der Stadt. Der tschechische Name Kaplice wird von einer kleinen Kapelle abgeleitet, die an Stelle der heutigen Floriankirche stand. Die ersten Kenntnisse über Kaplice gibt uns die Urkunde aus dem Jahre 1257. Daraus erfahren wir, dass schon damals in Kaplice eine Pfarrkirche unter dem Patronatsrecht des Klosters in Milevsko existierte. Der Grundriss der entstehenden Stadt zeigt auf ein wohlüberlegtes Kolonisationsprojekt. (Der rechteckige Platz in der Nähe der Kirche, winkelrechtes Straßennetz). Die Regelmäßigkeit begrenzt nur der Fluss im Norden.
Das primäre Kolonisationsprogramm von Innenland wurde später durch Außenkolonisation bedeckt. Dadurch lässt sich auch Durchdringen der tschechischen und deutschen Bevölkerung erklären.
In der schriftlichen Quellen von der ersten Hälfte des 14.Jh. wurde Kaplice mehrmals als eine Stadt eingeführt, aber die städtischen Rechte bekam es erst im Jahre 1382.
Kaplice als Untertanenstadt war ein Bestandteil der Herrschaft aus Poreschin, später gehörte es den Herren von Nové Hrady. Im Jahre 1434 hat sich Ulrich II. von Rosenberg Kaplice und Poøešín angeeignet. Nachdem die Rosenberger ausgestorben waren, erbten die Güter die Schwamberger und nach ihnen überging die Gemeinde in den Besitz des Siegers in der Schlacht am Weißen Berge, des kaiserlichen Feldherrn, Karl Bonaventura Buquoy.
Kaplice hatte eine Reihe von Vorrechten, die gut die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt beinflussten. Die Entwicklung wurde aber mehrmals unterbrochen. Es kamen nämlich verschiedene Katastrofen, wie z.B. Großfeuer und Plünderungen in den unruhigen Kriegszeiten, vor allem bei dem hussitischen Krieg und während des Dreißigjährigen Krieges. Die Bevölkerung verstand es aber, die Folgen immer wieder zu überwinden.
In den Jahren 1771 - 1775 wirkte in Kaplice der Priester Ferdinand Kindermann, der auf Auferklärung orientierte Pädagoge und später Bischof in Litomìøice. Er errichtete in Kaplice eine Musterschule , deren Ruf die Grenze übergriff.
Nach der Auflösung der Untertänigkeit im 19. Jh. wurde die Stadt nach der neuen administrativen Teilung zu Sitz des politischen und gerichtlichen Bezirkes. Das Bezirksamt blieb in Kaplice bis 1960.
Kaplice war zwar Zentrum eines großen Gebietes in Südböhmen, aber es blieb eine Provinzstadt ohne ein ökonomisches Hinterland. Im Jahre 1869 hatte Kaplice 2 252 Einwohner und bis zum Jahre 1921 blieb es so. In demselben Jahr hatte es 361 Häuser. Die Gemeinde wurde zur Stadt erst am 9. Juli 1936.
Die Bevölkerung in Kaplice und auch in der Umgebung war immer teilweise tschechisch und teilweise deutsch. Man kann sagen, dass die deutsche Bevölkerung überwogen hat. Aber beide Nationen lebten ganz ruhig und zufrieden nebeneinander bis zum Ende des 19. Jh. Mit der Entwicklung des Nationalismus entstanden die ersten Konflikte. Im September 1938 haben die Mitglieder der Sudetendeutschen Partei verschiedene Inzidente hervorgerufen. Nach dem Münchner Abkommen wurde Kaplice und die Umgebung dem Deutschen Reich angeschlossen. Manche Tschechen mussten ausziehen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die deutsche Bevölkerung laut des Potsdamer Abkommens ausgesiedelt. In die Stadt und in die Umgebung kamen tschechische und slowakische Ankömmlinge. In der Stadt blieben nur 109 Deutsche.

Die Stadt und die Umgebung stand vor einer komplizierten Entwicklung. Für viele neue Ansiedler waren die Lebensbedingungen zu schwer, und sie haben hier kein neues Heim für sich gefunden. Das Leben wurde stark vom kommunistischen Regime beeinflusst. Kaum die Leute den Boden bekommen hatten, wurden kurz danach die LPGs und Staatsgüter gewaltsam organisiert, und sie mussten den Boden wieder abgeben.
Die Stadt hat sich ihr Gesicht erhalten und seit den 60er Jahren begann sie zu wachsen. Neue Schulen, neue Industriebetriebe, neue Wohngebiete wurden erbaut, neue Leute sind gekommen. Die Stadt blieb ein natürliches Zentrum des Gebietes.
Im Jahre 1953 wurde in Kaplice die elfjährige Mittelschule errichtet /heute das Gymnasium/, und drei Jahre später hatte sie die ersten Abiturienten. So wurde der Grundstein des Mittelschulwesens in Kaplice gelegt.
Einige Jahre existierte hier auch eine landwirtschaftlich orientierte Mittelschule. Ende der 60er Jahre entstand die Ökonomische Mittelschule, die jetzige Handelsakademie. Gleichzeitig entwickelten sich auch die Fachschulen.
Nach der Umsiedlung der deutschen Bevölkerung nahm die Einwohnerzahl in der Stadt ab. Im Jahre 1947, also zwei Jahre nach dem Krieg, lebten in Kaplice nur 1588 Einwohner. In den nächsten Jahren wuchs die Einwohnerzahl ständig, vor allem in den 70er und 80er Jahren. Ende 1997 lebten in der Stadt 6466 Einwohner und in der angegliederten Orten Blansko, Dobechov, Hradištì, Hubenov, Kvìtoòov, Mostky, Poøešín, Poøešínec, Rozpoutí, Rožnov, Žïár lebten noch weitere 638 Leute.
Bis 1989 war die Lage in der Nähe der gesperrten Grenze ein Nachteil. Nach der Wende und nach der Abschaffung des "eisernen Vorhanges" erwachte die Stadt zum neuen Leben. Renovierte und rekonstruierte Häuser strahlen vor neuen Verputzen, neue Geschäfte bieten große Warenauswahl an. Die gegenwärtige Stadt möchte ein gemütliches Heim für die Bewohner und auch für die Besucher sein.
In den lateinischen Texten - Caplicium
In den deutschen Texten - Kaplitz
Geschichte der Gemeinde :
Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1257. Kaplice erstreckt sich in einer malerischen Landschaft an der Maltsch am Fuß der Gratzener Berge. Kaplice entstand im Mittelalter als eine Marktortschaft auf einem wichtigen Handelsweg, der Oberösterreich mit Südböhmen verbunden hat. Der Weg diente vor allem zum Salztransport und für die Händler wurden darauf zwei wichtige Haltestellen eingerichtet, auf der österreichischen Seite in Freistadt und auf der tschechischen Seite in Kaplice. Der Weg wurde deshalb auch der Freistadter Weg oder der Kaplitzer Weg genannt.

Die günstige Lage auf dem Handelsweg beeinflusste die weitere Entwicklung der Stadt. Der tschechische Name Kaplice wird von einer kleinen Kapelle abgeleitet, die an Stelle der heutigen Floriankirche stand. Die ersten Kenntnisse über Kaplice gibt uns die Urkunde aus dem Jahre 1257. Daraus erfahren wir, dass schon damals in Kaplice eine Pfarrkirche unter dem Patronatsrecht des Klosters in Milevsko existierte. Der Grundriss der entstehenden Stadt zeigt auf ein wohlüberlegtes Kolonisationsprojekt. (Der rechteckige Platz in der Nähe der Kirche, winkelrechtes Straßennetz). Die Regelmäßigkeit begrenzt nur der Fluss im Norden.
Das primäre Kolonisationsprogramm von Innenland wurde später durch Außenkolonisation bedeckt. Dadurch lässt sich auch Durchdringen der tschechischen und deutschen Bevölkerung erklären.
In der schriftlichen Quellen von der ersten Hälfte des 14.Jh. wurde Kaplice mehrmals als eine Stadt eingeführt, aber die städtischen Rechte bekam es erst im Jahre 1382.
Kaplice als Untertanenstadt war ein Bestandteil der Herrschaft aus Poreschin, später gehörte es den Herren von Nové Hrady. Im Jahre 1434 hat sich Ulrich II. von Rosenberg Kaplice und Poøešín angeeignet. Nachdem die Rosenberger ausgestorben waren, erbten die Güter die Schwamberger und nach ihnen überging die Gemeinde in den Besitz des Siegers in der Schlacht am Weißen Berge, des kaiserlichen Feldherrn, Karl Bonaventura Buquoy.
Kaplice hatte eine Reihe von Vorrechten, die gut die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt beinflussten. Die Entwicklung wurde aber mehrmals unterbrochen. Es kamen nämlich verschiedene Katastrofen, wie z.B. Großfeuer und Plünderungen in den unruhigen Kriegszeiten, vor allem bei dem hussitischen Krieg und während des Dreißigjährigen Krieges. Die Bevölkerung verstand es aber, die Folgen immer wieder zu überwinden.
In den Jahren 1771 - 1775 wirkte in Kaplice der Priester Ferdinand Kindermann, der auf Auferklärung orientierte Pädagoge und später Bischof in Litomìøice. Er errichtete in Kaplice eine Musterschule , deren Ruf die Grenze übergriff.
Nach der Auflösung der Untertänigkeit im 19. Jh. wurde die Stadt nach der neuen administrativen Teilung zu Sitz des politischen und gerichtlichen Bezirkes. Das Bezirksamt blieb in Kaplice bis 1960.
Kaplice war zwar Zentrum eines großen Gebietes in Südböhmen, aber es blieb eine Provinzstadt ohne ein ökonomisches Hinterland. Im Jahre 1869 hatte Kaplice 2 252 Einwohner und bis zum Jahre 1921 blieb es so. In demselben Jahr hatte es 361 Häuser. Die Gemeinde wurde zur Stadt erst am 9. Juli 1936.
Die Bevölkerung in Kaplice und auch in der Umgebung war immer teilweise tschechisch und teilweise deutsch. Man kann sagen, dass die deutsche Bevölkerung überwogen hat. Aber beide Nationen lebten ganz ruhig und zufrieden nebeneinander bis zum Ende des 19. Jh. Mit der Entwicklung des Nationalismus entstanden die ersten Konflikte. Im September 1938 haben die Mitglieder der Sudetendeutschen Partei verschiedene Inzidente hervorgerufen. Nach dem Münchner Abkommen wurde Kaplice und die Umgebung dem Deutschen Reich angeschlossen. Manche Tschechen mussten ausziehen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die deutsche Bevölkerung laut des Potsdamer Abkommens ausgesiedelt. In die Stadt und in die Umgebung kamen tschechische und slowakische Ankömmlinge. In der Stadt blieben nur 109 Deutsche.

Die Stadt und die Umgebung stand vor einer komplizierten Entwicklung. Für viele neue Ansiedler waren die Lebensbedingungen zu schwer, und sie haben hier kein neues Heim für sich gefunden. Das Leben wurde stark vom kommunistischen Regime beeinflusst. Kaum die Leute den Boden bekommen hatten, wurden kurz danach die LPGs und Staatsgüter gewaltsam organisiert, und sie mussten den Boden wieder abgeben.
Die Stadt hat sich ihr Gesicht erhalten und seit den 60er Jahren begann sie zu wachsen. Neue Schulen, neue Industriebetriebe, neue Wohngebiete wurden erbaut, neue Leute sind gekommen. Die Stadt blieb ein natürliches Zentrum des Gebietes.
Im Jahre 1953 wurde in Kaplice die elfjährige Mittelschule errichtet /heute das Gymnasium/, und drei Jahre später hatte sie die ersten Abiturienten. So wurde der Grundstein des Mittelschulwesens in Kaplice gelegt.
Einige Jahre existierte hier auch eine landwirtschaftlich orientierte Mittelschule. Ende der 60er Jahre entstand die Ökonomische Mittelschule, die jetzige Handelsakademie. Gleichzeitig entwickelten sich auch die Fachschulen.
Nach der Umsiedlung der deutschen Bevölkerung nahm die Einwohnerzahl in der Stadt ab. Im Jahre 1947, also zwei Jahre nach dem Krieg, lebten in Kaplice nur 1588 Einwohner. In den nächsten Jahren wuchs die Einwohnerzahl ständig, vor allem in den 70er und 80er Jahren. Ende 1997 lebten in der Stadt 6466 Einwohner und in der angegliederten Orten Blansko, Dobechov, Hradištì, Hubenov, Kvìtoòov, Mostky, Poøešín, Poøešínec, Rozpoutí, Rožnov, Žïár lebten noch weitere 638 Leute.
Bis 1989 war die Lage in der Nähe der gesperrten Grenze ein Nachteil. Nach der Wende und nach der Abschaffung des "eisernen Vorhanges" erwachte die Stadt zum neuen Leben. Renovierte und rekonstruierte Häuser strahlen vor neuen Verputzen, neue Geschäfte bieten große Warenauswahl an. Die gegenwärtige Stadt möchte ein gemütliches Heim für die Bewohner und auch für die Besucher sein.
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